Die für den März vorgesehene Mitgliederversammlung war nun für den 8. Oktober einberufen worden.
Udo Karoff, der 1. Vorsitzende begrüßte die Mitglieder dieses Mal im Bürgersaal der Gemeinde, wo der geforderte Abstand besser einzuhalten war. Er stellte fest, dass die Sitzung beschlussfähig sei, da ordnungsgemäß eingeladen worden war. Markus Bühler, der die Gemeinde vertreten sollte, ließ sich entschuldigen und wünschte einen guten Verlauf.
Mit einer Gedenkminute wurde der vier verstorbenen Mitgliedern des Jahres 2020 gedacht.
Es folgte der Bericht des 1. Vorsitzenden über die Aktivitäten des Vereins. Das Jahr begann mit dem Anboulen, dem Treffen der Skigymnastik, zum 23. Mal fand die Ski- und Wanderfreizeit in Schöllang statt und die erste Wanderung.
Dann begann die Coronazeit. Es wurde anstrengend für die Übungsleiterinnen und Übungsleiter. Hygienevorschriften wurden erstellt und mussten umgesetzt werden und andere Möglichkeiten wurden gesucht, z. B. im Freien.
Udo Karoff bedankte sich bei ihnen, dass sie in dieser schwierigen Zeit so gut wie möglich sportlich unterwegs waren.
Später konnten die Germanen erfolgreich beim Stadtradeln teilnehmen, dank der Organisation von Christa Rensch. Ein Dankeschön ging auch an Beate Hartmann für den, wie immer, sehr schönen Rückblick und an die Vorstandsmitglieder, den Beirat und die Helfer.
Es folgte der Bericht des Sportwarts Walter Gräf: Gleich nach der Mitgliederversammlung, dem Faschingsturnen der Kinder und der Wanderung folgte der Lockdown.
Es mussten Hygienevorschriften beachtet werden, die sich ständig änderten. Kontaktsport wie Judo, Tanzen, Volleyball, Boule und Badminton waren nicht möglich. Nach dem Wettkampf der jungen Leichtathleten im Januar fand das ganze Jahr über kein Leichtathletik-Training mehr statt. Kinderturnen, Papa-Turnen und andere Gruppen fanden zum Teil im Freien statt. Bei Badminton gab es 2 Schleifchenturniere und im Oktober ein großes, für unsere Spieler erfolgreiches Turnier. Leider konnten 2020 nur 7 Wanderungen des Wanderwarts Achim Rahn durchgeführt werden.
Verabschiedet wurden drei Übungsleiterinnen, Gerda Bösche, Elke Laport und Monika Mauermann. Es konnte Ersatz gefunden werden.
Christa Rensch und Gerda Stephan hatten die Kassenprüfung übernommen und bestätigten Mike Wieske, dem Kassenwart, eine übersichtliche, ordnungsgemäße Kassenführung und empfahlen die Entlastung. Jürgen Berger schlug die Entlastung des gesamten Vorstandes vor, die dann auch von Seiten der Mitglieder einstimmig erfolgte.
Als nächster Punkt standen turnusgemäß Neuwahlen der Vorstandsschaft an. Da keine anderen Vorschläge kamen wurden einstimmig mit je einer Enthaltung gewählt: 1. Vorstand: Udo Karoff, Pressewartin: Margot Krupp, Sportwart: Walter Gräf, Kassier: Daniel Barstöber und Geschäftsführer: Mike Wieser. Beiräte: Wolfgang Hannemann, Achim Rahn und Karl-Heinz Schrödel.
Udo Karoff gab dann noch eine Vorschau für das kommende bzw. laufende Jahr. Bei der letzten Vorstandssitzung war beschlossen worden, dass die Übungsleiter und Übungsleiterinnen als Dankeschön für den Einsatz im Coronajahr anteilmäßig einen Geldbetrag erhalten.
Von den 11 zu Ehrenden für 20 Jahre Mitgliedschaft waren alle entschuldigt. Udo Karoff wird sie zum Teil in den Übungsstunden ansprechen.
Als letzter Punkt stand die Ernennung von Karl-Heinz Schrödel zum Ehrenmitglied auf dem Programm. Arthur Loritz hielt die Laudatio.
Am 12.01.1991 trat er zusammen mit seiner Frau Anneliese in den Turnverein ein. Sie nahmen teil an der Ski- und Konditionsgymnastik. Wenn Karl-Heinz dabei war, wurden besonders die Lachmuskeln trainiert. Er stellte auch mehrmals seinen Partykeller zur Verfügung, um dort den Schmutzigen Donnerstag „sportlich“ zu feiern. Seit seinem Beitritt ist er unermüdlich im Einsatz für den Verein.
Von 1993 bis 2017 war er Kassier. Ihm wurde immer eine sehr gute Kassenführung bescheinigt. Er bewältigte alles was anfiel, z.B. SEPA, die Bankdatenumstellung mit Hilfe von Arthur Loritz, meisterte alle neuen Herausforderungen. Erledigte alle Bankgeschäfte und besonders die Ersparnisse lagen ihm am Herzen, achtete streng über die Einnahmen und Ausgaben, Übungsleiter und Übungsleiterinnen erhielten pünktlich ihr Geld. Er ist und war immer sehr hilfsbereit. Hat oder hatte man Fragen kommt die Antwort immer prompt. Stand eine Veranstaltung an, zog er seine Listen hervor, wusste was gebraucht wurde, kaufte ein und war dann auch in der Küche aktiv am Herd, Grill oder als Hausmeister in der Halle, wo er auch die Technik bediente und dafür sorgte, dass die Halle wieder sauber war. Er war der „Kämmerer“ des Vereins.
Besonders gern steht er am Grill, bei Sonnwendfeiern, wo er auch eine öffentliche Probe des Musikvereins organisierte, bei Garagenfesten oder hilft einzelnen Gruppen, die sich in oder vor der Garage treffen. Er war dabei beim Bau der mittlerweile abgerissenen Hätte der Leichtathleten und beim Bau der Garage, die ihm besonders am Herzen liegt. Hier sorgt er für Ordnung, mit Hilfe seiner Anneliese, besorgt Einkäufe, kümmert sich um die Instandhaltung. Letzte sichtbare Aktion was das Streichen der Garagentore und die Reparatur des herabgefallenen Oberschrankes. Ist es in der Garage für die Vorstandsitzung zu kalt, dann findet sie halt bei Karl-Heinz statt. Er ist ein sehr hilfsbereiter, zuverlässiger Mensch und besonders viele schöne Erinnerungen gibt es von den Ski- und Wanderfreizeiten in Schöllang. Was wurde da gelacht. Das Tanzbein ordentlich geschwungen, Karl-Heinz der mit seiner Mandoline und mit Gesang, zusammen mit Stefan Ehe an der Gitarre und Edgar Staudt am Keyboard den Saal zum Kochen brachte. Zum Glück war das Gasthaus ganz in der Hand der Germanen. Er war bei vielen Wanderungen dabei und spielt heute noch am Sonntag Boule. Von 2017 bis 2021 war Karl-Heinz als Geschäftsführer tätig und nun als Beirat. Wir sind sicher, er bleibt der „Kämmerer“ des Vereins. Es gäbe noch so viel zu berichten über unser Ehrenmitglied, aber es würde zu lang. Am Ende seiner Laudatio überreichte Arthur Loritz zuerst Anneliese Schrödel einen Blumenstrauß als Dankeschön weil sie immer an der Seite ihres Mannes für den Verein tätig war. Dann erhielt Karl-Heinz seine Ernennung zum Ehrenmitglied in Form einer Urkunde und eines Präsents. Arthur hatte noch eine Fotoshow vorbereitet über die Bandbreite des Schaffens von Karl-Heinz, die sehr viel Spaß machte und schöne Erinnerungen hervorrief.

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