Schon am 22.Januar starten die „Flotten Germanen“ zu ihrer zweiten Wanderung, es gibt schließlich einiges nachzuholen aus den letzten beiden Jahren. Auch diesmal gab es keine Einkehr, ein Picknick war angesagt, was aber weder der Teilnehmerzahl noch der gesamten Wanderung schlecht bekam.
17 Wanderer, darunter zwei Gäste, trafen sich am Bahnhof in Mauer und fuhren mit der S-Bahn nach Neidenstein. Hier erhielten die Wanderer erste interessante Ausführungen zum Weg, den die beiden Brüder Manfred und Heinz Mayer (Menachem und Fred) regelmäßig samstags (dem jüdischen Schabbat) mit ihren Eltern gingen um die Großeltern in Neidenstein zu besuchen. Friedbert Kaiser, der diese Tour vorgeschlagen und die Planung übernommen hatte, informierte hier und bei mehreren Stopps unterwegs kompetent über die Geschichte der Familie Mayer, besonders ab der Zerstörung der Synagoge in der Reichskristallnacht bis zur Deportation der Familie nach Gurs im Jahr 1940 sowie den Weg der Brüder nach dem Krieg. Eine Info-Tafel am Startpunkt bietet ebenfalls interessante Informationen dazu.
Zunächst ging die Wanderung durch Teile des malerischen Ortes Neidenstein, vorbei an der evangelischen Kirche hinauf zur Burg Neidenstein, die sich im Besitz der Familie von Venningen befindet. Durch den imposanten Torturm führte ein Pfad entlang der Burganlage. Auf der Höhe eröffnete sich ein schöner Blick nach Eschelbronn. Immer dem Zeichen MF folgend, ging es auf Waldwegen weiter, wo Friedbert auch über die Waldbewirtschaftung, insbesondere mit Blick auf Klima und Zukunft, Informationen gab. Am Waldpavillon Odenwaldblick machten wir unser Vesperpause, auch hier stellten Friedbert und weitere Mitwanderer Tee, Glühwein, Plätzchen u.ä. für alle bereit. Vorbei am Waldbrunnen, einer Adlerskulptur und verschiedenen Hütten erreichten wir, auf der Höhe über Hoffenheim, das große Areal der TSG Hoffenheim. Von hier ging es nur noch bergab. Nahe der Ortsmitte, Ecke Silbergasse-Waibstadterstraße, trafen wir auf das Mahnmal „Stele GURS-Hoffenheim“, ein zweiter, identischer Stein, ist auf dem Mahnmal in Neckarzimmern zu finden.
Von Hoffenheim brachte uns die S-Bahn zurück. Friedbert hielt für die Wanderer noch eine Übersicht zu weitergehenden Infos bereit. Mit einem Dank an Wanderwart Achim und insbesondere an Friedbert Kaiser für diese sehr schöne und informative Wanderung, die teilweise auch bedrückende Momente enthielt und zum Nachdenken anregt, verabschiedeten sich die Wanderer in Mauer. Anmerkung: diese Wanderung ist ein Vorschlag aus dem „Wanderkalender 2022“ des Rhein-Neckar-Kreises. bh











































