Am Mittwoch wurden die Neuankömmlinge mit strahlendem Sonnenschein begrüßt. Das schöne Wetter wollte man ausnutzen und so trafen sich einige Teilnehmer, um eine erste kleine Tour rund um Schöllang zu unternehmen. Der Weg führte uns unterhalb der Schöllanger Burgkapelle nach Reichenbach und auf dem oberhalb der Straße gelegenen Wanderweg zurück nach Schöllang. Jeder war fasziniert von der wundervollen Winterlandschaft, dem strahlend blauen Himmel und der schon wärmenden Frühlingssonne.
Donnerstag – ein Blick am Morgen aus dem Fenster ließ die Herzen höher schlagen. Blauer Himmel, Sonne und alles in eine weiße Hülle gepackt. Eine Gruppe von sieben Personen wollte zu den Hinanger Wasserfällen wandern. Von Schöllang ging es über den Eybachtobel auf schmalem Pfad über teilweise vereiste Stufen, begleitet vom Rauschen des Eybachs aufwärts. Als wir ca. 1000 Höhenmeter erreicht und einen Nadelwald durchquert hatten, erreichten wir von der Sonne beschienene schneebedeckte Hänge, die den Blick ins Illertal und in die umliegende Bergwelt freigaben. Das Bergpanorama war überwältigend. Jürgen war uns vorausgeeilt und erwartete uns an der Abzweigung zu den Hinanger Wasserfällen. Er hatte Kontakt zur Gaststätte Sonnenklause aufgenommen und erfahren, dass wir trotz angezeigtem Ruhetag gerne als Gäste willkommen wären. So entschieden wir uns zur Sonnenklause zu wandern. In einer knappen halben Stunde erreichten wir das Lokal. An der Sonnenklause angekommen sahen wir, dass wir auf der sonnigen Terrasse Platz nehmen konnten und genossen Essen und Getränke bei frühlingshaften Temperaturen. Auf dem Rückweg wollten wir die Hinanger Wasserfälle besuchen. Doch der Weg dorthin war vereist und schmal, deshalb entschieden sich nur 2 Personen den beschwerlichen Weg zu begehen. Der Rest ging die Fahrstraße hinab nach Hinang und von da die zwei Kilometer zurück nach Schöllang. Dies war eine erlebnisreiche und sehenswerte Tour, war die einhellige Meinung der Teilnehmer.
Am Freitagmorgen war der Himmel grau. Der Regen, der in der Nacht eingesetzt hatte, ging zusehend in Schnee über. Das nasskalte Wetter, wie wir es aus der Heimat kannten, lockte uns nicht nach draußen. So verbrachte ein Teil der Germanen den Vormittag mit Spielen im Aufenthaltsraum. Das Spiel „Phase 10“ wurde begonnen und als gegen Mittag der Schneefall aufhörte und der Himmel heller wurde, wurde beratschlagt, was die Einzelnen unternehmen wollten. Wir entschieden uns, in Richtung Schöllanger Burgkirche (892 m) zu gehen. Ein Teil der Gruppe wollte dann den Weg nach Fischen nehmen. Zu fünft stiegen wir zur Burgkirche hinauf und wurden mit einem tollen Blick ins Illertal und auf die Hörnergruppe entschädigt. Mittlerweile riss der Himmel immer mehr auf und die Sonne zeigte sich mehr und mehr. Über einen Waldpfad liefen wir dann in Richtung Rubi und von dort in Richtung Iller. Auf dem Illerdamm ging es nach Fischen (760 m) und von hier wieder hinauf nach Schöllang (855 m).
Glücklich über den sonnigen Nachmittag verbrachten wir den Abend in angeregter Runde beim Raclette-Essen. Das unterbrochene Spiel „Phase 10“ vom Vormittag wurde abends noch beendet.
Am Samstag war, wie schon gewohnt wieder Sonne pur angesagt. Der Schnee schmolz in der warmen Sonne zusehends zusammen. Der Weg führte heute hinab nach Fischen. Dort blieben zwei Teilnehmerinnen aus der Gruppe im Ort um shoppen zu gehen und den Tag gemütlich in der Sonne zu genießen. Am frühen Nachmittag ging es auf dem gleichen Weg zurück nach Schöllang.
Die restlichen sechs Personen gingen über Fischen-Berg nach Maderhalm, wo der Blick diesmal in Richtung Schöllang ging. Dann hinab nach Langenwang und durch den Auwald zum Illerdamm und danach zum Illerursprung. Hier bilden die Bäche: Breitach, Stillach und Trettach den Fluss Iller. Im großen Bogen umrundete die Gruppe den Illerursprung, bestaunte die gleichnamige Skulptur am Rastplatz beim Zusammenfluss der drei Bäche und ging flussabwärts zurück zur Brücke bei Rubi. Über Rubi ging es den Wanderweg unterhalb des Rubihorns bis nach Schöllang. Insgesamt waren bei dieser Wanderung 17 km zu Fuß erwandert worden. Eine tolle Leistung für alle, die dabei waren.



