Was ist der Grund, warum es seit 25 Jahren immer eine Germanengruppe nach Schöllang zieht? Es gibt viele Gründe: Das schöne Allgäu mit herrlichen Wanderrouten, mit mehr oder weniger verschneiter Landschaft mit vielen Skipisten, der Aufenthalt im Gästehaus Engel mit gemeinsamem Frühstück und Spieleabenden. Das alles ist jedes Jahr wieder erlebenswert, in angenehmer und freundschaftlicher Gesellschaft.

In den 25 Jahren haben viele Germanen an diesem Vergnügen teilgenommen. Anhand der mitgebrachten Berichte und Bilder aus der Chronik konnte jeder feststellen wie viele Mal seit 1997 er oder sie teilgenommen hat. Eine brauchte das nicht, denn sie war alle 25 Mal dabei und wurde entsprechend von der Gruppe liebevoll dafür geehrt. Bei einem waren es 24 Mal, bei anderen 17, 14 und 10 Jahre.

Bis auf eine Autopanne bei Heilbronn und der Weiterfahrt im Mietauto waren alle gut am Mittwoch in Schöllang gelandet, Nach einem ausgiebigen Vesper fanden sich Grüppchen und hatte Spaß mit Phase 10, Rummy, Skat, oder unterhielten sich. Der Donnerstag musste nicht geplant werden, denn er war vorher schon ausführlich organisiert worden. Mit dem Bus ging es über Sonthofen, Bad Hindelang und nach Hinterstein und von dort in 2 Pferdeschlitten, dick eingepackt in warme Decken, gezogen von 4 kräftigen Pferden, an der Ostrach entlang durch das Hintersteinertal zum „Giebelhaus“ zum leckeren Mittagessen. Nachdem sich die Pferde und Menschen erholt hatten, ging es auf dem gleichen Weg zurück. Das war ein tolles Erlebnis!

Am Freitag fuhr eine Gruppe mit Hund von Oberstdorf Richtung Fellhornbahn und wanderte nach Einödsbach, dem südlichsten Ort in Deutschland. Die zweite Gruppe mit Hund wollte eigentlich möglichst flach durch den Schnee in Baad laufen. Erwischte den falschen Weg und landete nach doch sehr steilem Weg auf der Bärgunthütte. Auch der Abstieg war beschwerlich. Aber der Kommentar: „Wir haben es geschafft“.

Freitag – Wanderung auf dem Ifenplateau. Am Morgen machten sich 8 Wanderer auf den Weg, um mit dem Bus ins Kleinwalsertal zu fahren. Ziel war der Ifen. In wenigen Minuten ging es mit der neuen Gondel auf 2030 Meter. Hier wanderten wir auf dem Ifenplateau auf dem 3 km ausgeschilderten Rundweg bei Sonnenschein und herrlichem Ausblick auf die umliegenden Berggipfel.

Für Freitagabend hatten die fleißigen Hausfrauen wieder ein leckeres Raclette vorbereitet, was wieder sehr gut ankam. Der restliche Abend wurde wieder mit Spielen verbracht, wobei es teilweise sehr spät wurde.

Samstag – Wanderung auf dem Panorama-Höhenweg von Hirschegg nach Baad. Wiederum 8 Personen fuhren mit dem Bus ins Kleinwalsertal bis Hirschegg. Mit dem Heubergsessellift waren wir in wenigen Minuten auf 1380 Höhenmeter. Von hier führte uns der Obere Höhenweg oberhalb des Walsertals, vorbei an der Bühlalpe, bis nach Baad. Die Handys und Fotoapparate wurden ständig gezückt, um die schneebedeckte, im Sonnenschein liegende Bergwelt zu fotografieren. Bevor wir den Abstieg nach Baad nahmen, machten wir noch eine ausgiebige Mittagsrast auf der sonnigen Terrasse im Berggasthof Alpenwald. Der Bus brachte uns dann am Nachmittag wieder zurück nach Schöllang.

Eine weitere Gruppe machte sich auf zur Heini-Klopfer-Skiflugschanze. Mit dem Lift ging es erst ein Stück hoch und dann über viele Stufen bis zum höchsten Punkt. Es ist schon beeindruckend, wenn man sich vorstellt da hinunter zu fahren. Am Abend fuhr ein Teil zum Essen nach Fischen und anschließend wurden wieder die Spiele hervorgeholt. Sogar das alte „Mensch ärgere dich nicht“ kam zum Einsatz und machte mächtig Spaß. Diese 25. Ski- und Wanderfreizeit war eigentlich nur eine Wanderfreizeit, da leider krankheitsbedingt kein Skifahrer dabei war. Aber alle genossen die friedliche und harmonische Atmosphäre und die 26. Freizeit ist sicher.

Ein ganz besonderes Dankeschön an die Organisatorinnen.

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